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Englands Todespfad: Warum du diesen Weg lieber nicht beschreitest

Wer sich auf diesen Pfad begibt, spielt tatsächlich mit seinem Leben.

Der Broomway liegt an der Küste vor der englischen Stadt Essex und führt zu einer nur schwer zu erreichenden Insel. Und auch wenn die Natur rundum im ersten Moment beinahe malerisch wirkt, begibt man sich hier dennoch in Todesgefahr. Laut Bericht des englischen Nachrichtensenders BBC sind hier bereits mehr als hundert Menschen umgekommen, warum er inoffiziell auch „Doomway“ - Weg der Verdammnis - genannt wird. Doch welche Gefahr geht von dem - auf den ersten Blick doch harmlos wirkenden - Broomway eigentlich aus?  

Der Weg verläuft zwischen dem Festland - Wakering Stairs - und Fisherman's Head auf der Insel Foulness. Die Insel ist auch heute noch nur schwer zu erreichen, da sich zwischen den beiden Punkten Sandbänke, Treibsand und Schlamm befinden. Grundsätzlich ist nur dann möglich, den Broomway zu beschreiten, wenn sich das Meer vor der Küste zurückzieht, also bei Ebbe. 

 

(c) Liz Henry - Flickr

(c) Liz Henry - Flickr

 Der Broomway verbindet das Festland mit Foulness Island. 

 

 

Internetseite warnt vor dem Betreten des Broomways

 

 

Auf der eigenen Webseite wird klar vor den Gefahren, die den Broomway umgeben, gewarnt: "Selbst bei guten Sichtbedingungen ist es schwierig sich zu orientieren, und die Flut kommt extrem schnell." Und dann heißt es noch: "Es ist sehr leicht, sich auf den Maplin Sands zu verirren, wem das passiert, wird mit ziemlich sicher ertrinken."

Mittlerweile sollen 66 Menschen, denen dieses grausame Schicksal widerfuhr, auf dem kleinen Friedhof der Insel Foulness begraben. Hierbei handelt es laut BBC-Bericht aber nur um jene, die auch gefunden wurden. Andere Opfer blieben einfach für immer verschwunden. Häufiger und dichter Nebel behindert zudem die Sicht, ohne Kompass oder GPS-Gerät ist es nahezu unmöglich sich zu orientieren. 

 

 

Nicht die einzigen Gefahren 

 

Sowohl der Startpunkt bei Wakering Stairs als auch die Insel Foulness werden vom britischen Verteidigungsministerium verwaltet, das dort auch heute noch Raketentests und Schießübungen durchführt. Auf Warnschildern wird dringend davor gewarnt sich keinen Objekten oder herumliegendem Müll zu nähern oder diesen gar anzufassen. 

 

(c) Liz Henry – flickr

(c) Liz Henry – flickr

Neben Nebel und Flut warten noch weitere Gefahren ...

 

Als Pfad ist der Broomway heute eigentlich nur noch schwer erkennbar, da er zweimal täglich überspült wird. An wenigen Tagen im Monat ist er aber für mutige Spaziergänger freigegeben, die sich dann auf eigenes Risiko auf den Weg nach Foulness Island machen dürfen.

 

flickr.com/Foulnessisland/tom

flickr.com/Foulnessisland/tom

 Zumeist ist der Broomway als Weg gar nicht zu erkennen. 

  

Info

1419 wurde der Broomway erstmals urkundlich erwähnt. Zu seinem ungewöhnlichen Namen kam er, weil er früher - so heißt es - anhand von hunderten Besenstielen (Brooms) entlang der Küste abgesteckt wurde. Heute gibt es die Besen nicht mehr, warum das Beschreiten heute genau so gefährlich - wenn nicht noch gefährlicher - ist, wie schon vor Jahrhunderten. 

Mittlerweile dürfen Bewohner, die sich an einem Kontrollposten vor dem Ort ausweisen können, mit einem Bus zur Insel fahren.

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