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Wohin die Österreicher auswandern

Unter den Lieblingszielen der Österreicher findet sich tatsächlich keine Überraschung.

Derzeit leben mehr als 260.000 Österreicherinnen und Österreicher in anderen Ländern in Europa. Laut einer Statistik werden dafür erwartungsgemäß die Länder mit einer gemeinsamen Sprache bevorzugt: Rund 180.000 Österreicher leben in Deutschland, rund 40.000 in der Schweiz

Das drittbeliebteste Auswanderungsland ist ebenfalls keine Überraschung: In den USA haben sich rund 35.000 Österreicher angesiedelt. Weitere Zielländer der österreichischen Migranten sind Australien, Großbritannien, Argentinien, Spanien, Brasilien und Südafrika.

Wer sich das Zielland zuvor auf einem Urlaubstrip ansehen möchte, hier ein paar Reisetipps:

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Die Bevölkerung wächst

Aus der Zahl von 170.115 Zuzügen aus dem Ausland und 97.791 Wegzügen in das Ausland ergab sich für das Jahr 2014 ein internationaler Wanderungssaldo von 72.324  Personen, registriert die Statistik Austria. Bezogen auf die Wohnbevölkerung Österreichs entsprach dies einer Wanderungsbilanzrate von 8,5 je 1.000 der Bevölkerung. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Netto-Zuwanderung um rund 32% (2013: + 54.728 Personen).

Es gehen mehr Österreicher als zurückkommen

Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit -5.419 - wie schon in den Jahren davor -  auch im Jahr 2014 negativ. Es wandern also mehr Österreicher in die Ferne als aus der Ferne in die Heimat zurückkommen.

Rumänen, Ungarn, Deutsche stehen auf Österreich

Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen belief sich hingegen auf +77.743 Personen und war somit deutlich höher als 2013 (+60.720 Personen).

Und woher kommen die Zuzügler?

62 Prozent der Neuankömmlinge bei nicht-österreichischen Staatsangehörigen entfielen auf Bürgerinnen und Bürger der EU (absolut +47.841 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren dabei rumänische Staatsangehörige (+12.710 Personen). Den zweitgrößten Wanderungssaldo aller EU-Staaten gab es bei Ungarinnen und Ungarn (+7.798 Personen), gefolgt von deutschen Staatsangehörigen (+5.562 Personen) auf dem dritten Rang. Die erst seit 2013 zu den Staatsangehörigen der EU zählenden Kroatinnen und Kroaten folgten mit einem Wanderungssaldo von +4.022 Personen auf dem vierten Platz vor Bürgerinnen und Bürgern Polens (+3.494 Personen) und der Slowakei (+3.057 Personen).

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten lag 2014 bei +29.902 Personen, wovon über ein Drittel auf europäische Nicht-EU-Staaten entfiel (+10.823). Die größte Gruppe darunter waren die Staatsangehörigen aus Bosnien und Herzegowina (+2.625 Personen), gefolgt von jenen aus Serbien (+2.543 Personen) sowie Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kosovo (+1.375 Personen). Aus dem außereuropäischen Raum ergaben sich die mit Abstand größten Wanderungssalden bei Staatsangehörigen aus Syrien (+7.129 Personen) und aus Afghanistan (+2.709 Personen).

Wien ist Ziel Nr 1

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. Rund 35% des Wanderungssaldos 2014 (+25.669 Personen) entfiel auf die Bundeshauptstadt Wien.

Ebenfalls hohe Wanderungsgewinne aus dem Ausland verzeichneten Oberösterreich (+12.314), Niederösterreich (+10.214) und die Steiermark (+7.549 Personen). Innerhalb der Bundesländer konzentrierte sich die internationale Zuwanderung vor allem auf die Landeshauptstädte und ihre Umländer; in Tirol, Salzburg und Kärnten auch auf touristisch geprägte Regionen sowie im Falle Niederösterreichs auf das südliche Wiener Umland.

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