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São Tomé and Principe - Geheimes Paradies im Westen Afrikas

Der Inselstaat im Golf von Guinea bietet tropische Wälder, einzigartige Natur, traumhafte Strände und Schokolade, die zu den besten der Welt zählt.

São Tomé verdankt seinen Namen der Entdeckung 1471 am Tag des Heiligen Thomas (21. Dezember). Zusammen mit Principe bildet die Insel den zweitkleinsten Staat Afrikas. Ein Reiseziel, das sich für Badeurlauber und auch für Wanderfans gleichermaßen geeignet.

Eine große Herausforderung ist dabei der über 2000 Meter hohe Pico Cão Grande im Süden der Insel - ein Vulkanschlot-Überrest, dessen Erstbesteigung erstmals 1975 gelang.

 

(c) Philippe Bourachot - commons.wikimedia.org/

(c) Philippe Bourachot - commons.wikimedia.org/

Der Pico Cão Grande in der Mitte der Hauptinsel ist mit seiner spitzen Form weithin sichtbar.


Vor allem für Naturliebhaber ist das Inselparadies am Äquator eine unerschöpfliche Fundgrube. Die zwei Vulkaninseln beheimaten mehr als hundert Pflanzenarten und viele seltene und außergewöhnliche Vogelarten. Bei Ausflügen ins Landesinnere finden sich rechts und links der Wege Mango-, Jackfrucht-, Goldpflaumen- und Brotbaumbäume, viele verschiedene Bananensorten, Ananas, Hibiskus und immer wieder Kaffee und Kakao.

 

Bei Exkursionen ins Landesinnere entdeckt man unter anderem auch verschiedene Bananensorten. 

 

 

 

Viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten befinden sich auf São Tomé und auch hier auf Principe. 

 

Unter der Herrschaft der portugiesischen Krone 


Überall sichtbar auf beiden Inseln ist die Vergangenheit als ehemalige Sklavenkolonie. Prunkvolle, verlassene Häuser erinnern an die Kolonialzeit des Landes, das erst seit 1975 unabhängig ist und lange unter der Herrschaft der portugiesischen Krone stand.

 

Prunkvolle Bauten - wie hier der Präsidentenpalast - erinnern an die Kolonialzeit des Landes. 

 

"Immer mit der Ruhe"

 

Der Großteil der rund 200.000 Einwohner lebt auf der 48 Kilometer langen und 32 Kilometer breiten Hauptinsel São Tomé. Diese Menschen führen ein Leben ohne Stress und Hektik, ganz nach dem Motto "Leve leve" - was frei übersetzt bedeutet: "Immer mit der Ruhe, und alles wird gut".  

 

Der Fischer zeigt einen wilden Seevogel, der ihm beim Sardinenfischen ins Netz ging. 

 

Die Männer sind zumeist Fischer, Farmer oder Taxifahrer, die Frauen sind für Haus und Hof zuständig und treffen sich zum Wäschewaschen am Fluss.

 

 

Einsame Strände und tropischer Regenwald 

  

Beide Inseln verzaubern mit ihren ruhigen und schönen Stränden. Ein wahrer Geheimtipp ist aber der Banana Beach auf Principe, der den Namen seiner bananenähnlichen Form verdankt. Hier ist tatsächlich einsame Idylle angesagt, denn von den wenigen Touristen, die das Land bislang überhaupt als Reiseziel entdeckt haben, verschlägt es nur wenige auch nach Principe. Was schade ist, denn es entgeht ihnen ein 18 Kilometer langes und zehn Kilometer breites Paradies. Die Hälfte der Fläche ist Nationalpark, tropischer Regenwald und goldgelbe Strände prägen die ganze Insel. 

 

(c) Roça Belo Monte Hotel

(c) Roça Belo Monte Hotel

Banana Beach auf Principe gesäumt von tropischem Regenwald. 


Die wenigen Autos sind Geländewagen, denn nur eine Straße auf Principe ist asphaltiert. Santo Antonio ist mit 1300 Einwohnern die kleinste Stadt der Welt. Dort treffen sich die Familien jeden Tag auf dem Markt und am Hafen, tauschen Neuigkeiten und Waren aus.

Die Menschen pflegen ihr kleines Haus mit Vorgarten und geschnittener Hecke und sind stolz auf ihre Insel, die eine eigene Verwaltung unabhängig von São Tomé hat. Viermal pro Woche fliegt eine Propellermaschine von Africa’s Connection mit 18 Sitzplätzen die Insel an und bringt alles Notwendige. Ein Schiff von São Tomé verkehrt in unregelmäßigen Abständen.

Die wenigen Gäste, die sich im feinen „Bom Bom Island Resort“ ganz im Norden der Insel einquartieren, genießen absolute Ruhe und eine überwältigende Natur. Die kleine Insel ist wie eine Welt für sich. Highlights für Besucher von Principe sind die kleinen Fischerdörfer, die beeindruckende Villa Roca Sundi, die einst von der portugiesischen Königsfamilie bewohnt wurde, sowie die aromatisch duftenden Kakaoplantagen von Claudio Corallo. 

 

Weltberühmte Schokolade 

 

Denn, was nur wenige wissen, der Inselstaat ist die Heimat einer der weltweit besten Schokoladen. Was einerseits an den idealen Bedingungen für Kakaopflanzen auf São Tomé und Principe liegt. Direkt auf Höhe des Äquators gelegen, scheint das ganze Jahr über die Sonne, die Regenzeit sorgt für ein schnelles, natürliches Wachstum. Und andererseits ist dies dem aus Florenz stammenden Italiener zu verdanken. Corallo gründete vor rund 20 Jahren die kleine Schokoladenmanufaktur auf São Tomé. 

Neben einer Schokolade, die zu 100 Prozent aus Kakao kann beispielsweise auch zwischen 75-prozentiger mit Ingwer, 80-prozentiger und auch kleinen Schokoladenkugeln mit Kaffee-Stückchen gewählt werden. Diese liefert Corallo weltweit an Feinkostläden, ist aber auch online erhältlich. Der edle Genuss hat allerdings seinen Preis: Eine Box mit 130 Gramm kostet rund zwölf Euro. Wer jedoch vor Ort einkauft, bezahlt nur acht Euro. Noch ein Grund, das Inselparadies so bald wie möglich zu besuchen. 

  

 

Info: São Tomé und Principe

Telefon: Internationale Vorwahl: 00239. Handys funktionieren nur mit Telefonkarten, die man ab 10 Euro kaufen kann.

Zeitdifferenz: Wien 12 Uhr = São Tomé 10 Uhr (im Winter nur minus 1 Stunde Differenz)

Geld: 1 Euro = ca. 23.200 Dobra; 10.000 Dobra = ca. 0,45 Euro. Bargeld mitnehmen (sonst nur bei Banken per Kreditkarte erhältlich), da es keine Geldautomaten gibt. Hotels akzeptieren Euro, Dollar und Kreditkarten.

Beste Reisezeit: von Mai bis September und Dezember bis Februar.

Jahresdurchschnittstemperatur: 26 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit

Einreise: Visa (30 Tage, 60 Euro) gibt es nur bei der EU-Botschaft (Pass einschicken): Embaixada de São Tomé e Príncipe, Av. de Tervuren 175, B-1150 Brüssel, Tel. 0032-2-734 89 66, ambassade@saotomeeprincipe.be

Anreise: Star Alliance Partner Air Portugal (TAP) fliegt wöchentlich von Lissabon. Preise ab 870 Euro hin und zurück (www.tap.com). Zwischen den Hauptinseln fliegt Air São Tomé e Príncipe dreimal pro Woche. Preis hin und zurück ca. 90 Euro.

Landessprache: Portugiesisch; als Zweitsprache ist Französisch stärker verbreitet als Englisch.

Unterwegs: Beste Fortbewegungsmittel auf São Tomé sind die gelben Sammeltaxis
oder Mietwagen.

Hotels: Roça Belo Monte Hotel:  Video

Hotelempfehlungen (Tripadvisor)

 

Vorgeschrieben ist eine Gelbfieberimpfung
(nicht älter als 10 Jahre). U. a. wegen Malaria ist vorab ein Besuch beim Tropenarzt ratsam.
Infos: www.tropeninstitut.de

 

 

 

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