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    Bild: Pexels/Chris Peeters / Text:

So entstehen Kondensstreifen

Wohl kaum jemand bleibt beim Anblick der weißen Flugzeugschleppen völlig vom Fernweh verschont. Seit kurzem gelten die Streifen ganz offiziell als Wolken.

Homomutatus heißen sie im Fachchargon, die weißen Streifen, die oft noch Minuten oder sogar Stunden lang nach einen Flugzeug in der Luft stehen. Seit Ende März sind Kondensstreifen Teil des „Wolkenatlas“.

Die ultimativen Fernweh-Symbole entstehen, wenn der Wasserdampf, der sich in den Flugzeugabgasen befindet, gefriert, sobald er mit der kalten Luft außerhalb des Flugzeugs in Berührung kommt. Deshalb stehen Kondensstreifen auch unterschiedlich lange am Himmel: ist die Luft sehr feucht und kalt, verbinden sich die Wassermoleküle aus den Abgasen mit denen aus der Luft, und die Streifen können viele Stunden lang sichtbar bleiben. Ist die Luft in Flughöhe aber sehr trocken oder nicht so kalt, dann verdunsten die weißen Streifen rasch wieder. Die Kondensstreifen erscheinen verwischt und verschwommen.

 

Kondensstreifen = Temperaturanzeige

 

Ob es einen Kondensstreifen gibt, hängt vor allem von der Höhe ab, in der ein Flugzeug sich befindet. Die Luft ist in Bodennähe natürlich deutlich wärmer als auf der üblichen Reisehöhe. Siehst du also ein Flugzeug ohne Kondensstreifen, dann liegt das vermutlich daran, dass es besonders tief fliegt.

Stehen Kondensstreifen länger als 10 Minuten am Himmel, dann gelten sie offiziell als Wolken – das hat die Weltvereinigung der Meterologen kürzlich beschlossen und den weißen Streifen den klingenden Wolkennamen „Cirrus homogenitus“ verpasst.

Übrigens: Die sich hartnäckig haltende „Chemtrail-Verschwörungstheorie“, die besagt, dass Kondensstreifen durch von Flugzeugen versprühte Chemikalien entstehen, konnte bisher nicht bewiesen werden, wurde aber schon mehrfach widerlegt.

 

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