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    Bild: Facebook.com/hideto.kijima / Text:

Billig-Airline zwingt Rollstuhlfahrer Treppe hochzurobben

Aus Sicherheitsgründen dürfe man ihn nicht hochtragen. So muss ein gelähmter Fluggast die Treppe zum Flieger hochrobben.

Die japanische Billig-Airline Vanilla-Air hat einen im Rollstuhl sitzenden Passagier maximal gedemütigt. Weil es keinen Lift gab und es aus Sicherheitsgründen nicht gestattet sei den Mann zu tragen, musste er sich mit den Armen die Flugzeugtreppe hochziehen.

So geschehen auf dem Flug von der Insel Amami nach Osaka, den der 44-Jährige Hideto Kijima zusammen mit Freunden bestreiten wollte. Kijima ist von der Hüfte abwärts gelähmt und seitdem auf einen Rollstuhl angewiesen.

Wie mittlerweile mehrere Medien und auch Kijma selbst auf einem Blog berichtet, soll er vor dem Besteigen des Flugzeugs darauf hingewiesen worden sein, dass es der Besatzung und seinen Freunden aus Sicherheitsgründen untersagt sei, ihn die Stufen zum Flugzeug hochzutragen. Er habe die Wahl gehabt vor Ort zu bleiben oder die Treppe eigenständig zu erklimmen. Laut Zeitung "Asahi" musst er bis an Board 17 Stufen überwinden.

Die Muttergesellschaft All Nippon Airways habe sich bereits bei dem Mann entschuldigt. Seither gibt es  am betroffenen Flughafen der Insel Amami obligatorische Lifts für behinderte Flugzeugpassagiere. Sollte dieser einmal nicht zur Verfügung stehen, dürfe man den Passagier sehr wohl hochtragen.

Laut Facebook Eintrag Kijimas hat sich sogar die Präfektur Osaka für die Diskriminierung entschuldigt. Der reiselustige Japaner gibt außerdem an, sich von solchen Ereignissen nicht am Reisen hindern zu lassen.

 

 

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