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    Bild: kaisorn / Text: Rafaela Khodai

Diese Trauminsel hat eine Gänsehaut-Vergangenheit

Türkisblaues Meer, weißer Sand, Palmen und Gefängnisbaracken: Die Insel Koh Tarutao diente als Piratenstützpunkt und Gefängnis.

Jahrelang war Koh Tarutao ein wahres Piratennest. Doch es waren keine gewöhnlichen Piraten, die die Straße von Malakka unsicher machten. Ende der 1930er Jahre befand sich auf der Insel nämlich ein Gefängnis. In erster Linie waren es politische Gefangene, die hier in Baracken mitten im Regenwald hausten. Als dann allerdings während des zweiten Weltkrieges die Japaner die Nahrungsmittelversorgung unterbrachen und zahllose Gefängnisinsassen an Malaria erkrankten, verbündeten sich Gefangene und Wächter - und begannen, vorbeikommende Schiffe auszurauben. Dabei machten sie so fette Beute, dass sie die eroberten Schätze sogar verkaufen konnten!

 

 

Menschenhändler im Paradies

Doch damit nicht genug: Die Gänsehaut-Geschichten der paradiesisch schönen Insel reichen bis in die Gegenwart hinein. Im August 2013 wurde ein Menschenhändler-Ring ausgehoben, der die alten Gefängnisbaracken nutzte, um Mitglieder der Minderheit „Rohingya-Muslim“ einzusperren und Lösegeld von deren Angehörigen zu erpressen. Einheimische meiden die Gegend um die alten Gefängnisse deshalb bis heute.

 

Andrea Hale

Andrea Hale

Außerhalb der halbverfallenen Zellen gibt es jedoch nichts, das auf die grausamen Ereignisse auf der Insel hindeutet. Weil Koh Tarutao zu einem Nationalpark gehört, gibt es keinen Massentourismus, sondern nur vereinzelte Bungalows und Campingplätze. Koh Tarutao punktet mit spektakulären Sandstränden, Mangrovenwäldern und viel unberührtem Regenwald für alle, die die sich trotz der düsteren Vergangenheit entschließen, hier zu urlauben.

 

 Stephane Bidouze

Stephane Bidouze

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