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Was passiert eigentlich mit übrig gebliebenem Flugzeugessen?

Werden die überschüssigen Menüs aufbewahrt oder weiterverteilt?

Bordmenüs haben ja generell schon einen schwierigen Ruf. Die einen lieben die ungewöhnliche Kost, für die anderen grenzt es an Körperverletzung. Daher passiert es vor allem auf Nachtflügen, dass Gäste das Menü ablehnen. Was passiert also, mit überschüssigen Flugzeugmenüs? Werden sie auf Folgeflügen erneut gereicht?

Das deutsche Portal "Travelbook" hat einige Airlines befragt und das Ergebnis ist einstimmig: Wird das Essen nicht ausgegeben, muss es nach der Landung entsorgt werden. Entweder am Ursprungsflughafen oder am Zielflughafen, je nach Länge der Strecke. Für ansässige Airlines gilt die  EU-Verordnung 1774 der Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte. Essen das aus grenzüberschreitendem Verkehr stammt, muss vernichtet werden. Aus logistischen Gründen unterscheiden die Caterings der Airlines meist nicht, ob das Essen von nationalen oder internationalen Fluggesellschaften stammt. Es wird sicherheitshalber vernichtet.  "Das Essen zu spenden ist, aufgrund der selben Verordnung, übrigens auch nicht möglich", so eine Expertin zu Travelbook. 

 

Darf das Essen gespendet werden?

 

Airlines wie Emirates oder Qatar halten sich dagegen an die Empfehlungen des Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP). Diese schreiben den Umgang zur Vermeidung von Gefahren im Zusammenhang mit Lebensmitteln vor. Dazu gehört auch die Gewährleistung der Kühlkette. Ist das Essen einmal an Board und wurde verteilt, wäre diese unterbrochen, weshalb das Menü dann in den Abfall wandert. 

Um die Anzahl der überschüssigen Menüs generell so gering wie möglich zu halten, tendieren die meisten Airlines dazu das Essen erst etwa 50 Minuten vor Start an Board zu holen. 

 Im besten Fall sollte natürlich gar kein Menü übrig bleiben. Um die Verschwendung so gering wie möglich zu halten, wenden die Airlines unterschiedliche Methoden an. Bei Qatar Airways wird in eine eigens entwickelte App die Anzahl der übrig gebliebenen Menüs eingegeben. So soll für zukünftige Flüge besser geplant werden können. Außerdem gibt es einen Gewichts-  und Müllspezialisten, der dafür zuständig ist mögliche Verschwendungen zu erkennen und zu beseitigen. Bei Condor gibt es eine Fachabteilung, die sich anhand statistischer Daten mit der Verpflegungsoptimierung befassen. 

 

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