Was die japanische Insel Aogashima so besonders macht - ichreise

Die kleine Insel Aogashima wirkt auf den ersten Blick wie ein Paradies. Dabei verbirgt sich darunter ein aktiver Vulkan. Und das gleichnamige Dorf liegt genau darüber.

Faszinierende Naturphänomene gibt es so einige auf unserem schönen Planeten. Man denke nur an die wunderschönen Polarlichter, an gigantische Korallenriffe und knallpinke Seen. Rund 360 Kilometer von Tokio entfernt, liegt ein weiteres Naturphänomen. Die kleine Insel Aogashima. Sie ist vulkanischen Ursprungs und der dortige Vulkan ist tatsächlich noch aktiv. Was die Insel jedoch so besonders macht, ist das gleichnamige Dorf. Denn es liegt mitten im Vulkankrater. Und es ist bewohnt.

 

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Ein Dorf inmitten eines Vulkans

Kannst du dir vorstellen, inmitten eines aktiven Vulkans du wohnen? Für die 200 Einwohner von Aogashima ist das jeden Tag Realität. Aber wie gestaltet sich das tägliche Leben auf so einer speziellen Insel? Relativ normal. Es gibt eine Autowerkstatt, einige Supermärkte, eine Destillerie für Shochu-Schnaps und sogar eine Gemeinschaftssauna. Auf der nur 6 km2 großen Inseln haben sie alles, was das Herz begehrt. Schwimmen, Wandern und Fischen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der Einwohner. Und es gibt sogar ein paar Autos auf Aogashima, die als beliebtes Fortbewegungsmittel dienen. Zum Fahrradfahren ist es nämlich viel zu windig. Ein wirklich außergewöhnlicher Ort, dessen Anblick sprachlos macht.

 

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Vor 230 Jahr gab es den letzten Vulkanausbruch

Aogashima ist einer von insgesamt 110 aktiven Vulkanen in Japan und obwohl immer eine gewisse Gefahr für einen Ausbruch besteht, wollen die Einwohner die Insel nicht verlassen. Den letzten Vulkanausbruch gab es dort vor 230 Jahren. Dabei kam auch ungefähr die Hälfte der Bevölkerung ums Leben. Die letzte Warnung für ein erhöhtes Ausbruchsrisiko gab es vor 9 Jahren. Seitdem ist es still im Dorf. Etwas Positives hat das Leben über einem aktiven Vulkan allerdings schon. Dank der Geothermalwärme sind das Heizen und auch das warme Wasser auf der Insel gratis. Und die Gemeinschaftssauna wird ebenfalls damit beheizt. Zudem können die Bewohner in den heißen Dampfquellen ihr Essen kochen.

 

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Und so kommst du hin:

Alleine wegen der besonderen Lage des Dorfes sollte man schon einmal dorthin reisen. Aber auch die ganzjährige Blumenpracht, die grüne Natur und natürlich die rauchenden Vulkanschloten ziehen jedes Jahr unzählige Besucher an. Solltest auch du einmal so ein atemberaubendes Naturphänomen aus der Nähe sehen wollen, kannst du von Tokio aus mit dem Flugzeug auf die Nachbarinsel Hachijojima fliegen und von dort aus mit der Fähre weiter nach Aogashima fahren. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und kostet umgerechnet ca. € 12,-. Die Reise wird garantiert ein besonderes Erlebnis.