Masaya Vulkan: Wie 2 Männer in den aktiven Vulkan stürzten - ichreise

Ein argentinischer Vulkanologe und sein Führer überlebten wie durch ein Wunder den Abrutsch in einen aktiven nicaraguanischen Vulkan.

Nahe der nicaraguanischen Hauptstadt Managua erhebt sich der Masaya. Schon vor fast 400 Jahren faszinierte er die spanischen Einwanderer, die seine schimmernde Lava für geschmolzenes Gold hielten. Und noch heute gilt der mittelamerikanische Feuerkegel als geheimnisvoll. Denn der Masaya ist einer der aktivsten Vulkane der Erde: Er dampft unentwegt und zeigt damit, dass er unter Hochdruck steht. Dennoch bleiben größere Explosionen aus ? ein Rätsel, dass die Wissenschaft schon lange beschäftigt. 

 

450 Meter in den Krater gerutscht 

 

Was auch der Grund dafür ist, dass es immer wieder Interessierte an den Rand des Kraters zieht. So auch den argentinischen Vulkanologen Rodolfo Alvarez (60). Allerdings kam es hier zu einem unvorhersehbaren Zwischenfall: Das Seil, das Alvarez und seinen nicaraguanischen Führer Adriac Valladares (25) sichern sollte, riss gerade da, als sich die beiden Männer an die Lippe des Kraters vorgearbeitet hatten. Die beiden rutschten rund 1500 Fuß (ca. 450 m) in das Innere des Vulkans.

Glück im Unglück: Wie durch ein Wunder konnten die beiden aber rechtzeitig von Feuerwehrleuten, die sehr schnell zur Stelle waren, mit Gurten und Seilen aus dem Krater gezogen und so vor dem sicheren Tod gerettet werden. 

Laut dem Sprecher der Regierung waren Alvarez und sein Begleiter nach der beispiellosen Hilfsaktionen bedingt durch die enormen Temperaturen im Inneren des Vulkans zwar stark dehydriert, befanden sich aber in einem stabilen Zustand.

 

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Nationalpark musste erst kürzlich geschlossen werden 

 

Erst Ende Jänner musste der Nationalpark „Parque Nacional Volcán Masaya“ Medienberichten zufolge aufgrund mehrerer registrierter Erdbeben in den Stärken 1,6 und 2,8 gesperrt werden. Laut Vizepräsidentin Rosario Murillo werden seismische Aktivitäten am Vulkan sehr ernst genommen. Schließlich besuchen statistisch gesehen jährlich rund 140.000 Touristen und Wissenschaftler den Rand des aktiven Vulkans, der zu den Hauptattraktionen des Landes zählt. 

 

 

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