Oktober im Zeichen der zeitgenössischen Kunst - ichreise

In weniger als einem Monat erhält erneut die Kunst unserer Zeit eine Hauptrolle in Budapest. Zwischen 2. und 18. Oktober wird Béla Bartók und Arvo Pärt im Fokus des CAFe Budapest, Festival der zeitgenössischen Kunst sein. Innerhalb der 17 Tage werden zahlreiche Weltstars zu Gast sein, wie zum Beispiel, der russische Geigenspieler und Dirigent Szergej Krilov, Tõnu Kaljuste, der Chor der Észt Philharmonie und das Tallinni Kammerorchester, das Münchner Kammerorchester, Frontmann von Radiohead, Jonny Greenwood, Pink Martini, Django Lassi, Hauschka, Saul Williams, die Black Box Dance Company oder das Philippe Saire Ensemble.

Das 24. CAFe Budapest, Festival für zeitgenössische Kunst – was auch dieses Jahr gemeinsam vom Palast der Künste, der Budapester Zentrale für Festivals und Tourismus und dem ungarischen Tourismusamt gemeinsam verwirklicht wird – bietet seinen Besuchern 17 Tage lang ein buntes Programm an mehreren Dutzend Schauplätzen: Im Palast der Künste, in der Musikakademie, im Bálna Budapest, im Budapest Music Center, im Budapest Jazz Club, im Pester Vigadó, im Trafó Haus für zeitgenössische Kunst, im Burggarten Basar, auf der Schiffsbar A38, im Club Akvárium und auch in den Galerien, Theatern oder beliebten öffentlichen Plätzen der Hauptstadt werden zeitgenössische Kunstdarbietungen auftauchen. 

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Ab diesem Jahr wird das Festival jedes Jahr Béla Bartók, dem Pionier der ungarischen Musikgeschichte  besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Bartók-Thematik des CAFe wird ab jetzt regelmäßig das Lebenswerk des Komponisten aus dem 20. Jahrhundert heraufbeschwören und die Verbindung zwischen seinen Werken und Inspirationen und der heutigen Zeit herstellen. Viele haben ihr Programm zu Ehren des Komponisten zusammengestellt, wie zum Beispiel die Band Söndörg? mit dem Kelemen Quartett oder das Ungarische National Tanzensemble, genannt Magyar Nemzeti Táncegyüttes mit dem Budafoki Dohnányi Orchester. Bartóks Balkanreisen waren Inspiration für Agócs Gergely zu seiner Vorstellung Túlparton – Gyökerek és szárnyak. Diese Balkanrythmen waren auch die Vorlage für die New York Gyspsy All Stars, für Fanfare Ciocarlia wie auch für das Konzert von Jojo Mayer und Lajkó Félix. Die Werke des Meisters werden auch auf den Konzerten von Bogányi Bence, Bogányi Gergely und dem Münchener Kammerorchester, wie auch vom Ungarischen Radio Chor, genannt Magyar Rádió Énekkar gespielt. Die Thematik des Komponistenwettbewerbs Forum für neue ungarische Musik 2015 spielt sich auch rund um Bartók ab. 

 

Der zweite wichtige Komponist des Festivals ist Arvo Pärt, der dieses Jahr seinen 80. Geburtstag feiert. Er spielt eine wichtige Rolle in der modernen Kirchenmusik Europas. Seine Werke werden von zahlreichen ungarischen Künstlern aufgearbeitet. Auch in Budapest auftreten werden der Chor der Észt Philharmonie unter der Leitung von Tõnu Kaljuste,  das Tallinni Kammerorchester, wie auch Szergej Krilov und das Litausische Kammerorchester.

 

Ähnlich zum vergangenen Jahr, schließt sich dem Festival wieder das Art Market Budapest an, eine Kunstmesse der Mittel- und Osteuropäischen Region, ebenso ist das hochrangige Modeevent dabei, die Central European Fashion Days / Gombold újra!

 

Für die Opernfans ist die Koproduktion und Opernsatire von der Neuen Oper Wien und dem Palast der Künste, Die Nase, von Sosztakovics auf dem Programm. Das Óbudai Danubia Orchester und das Proton Theater präsentiert im Rahmen vom CAFe eine Produktion von Mundruczó Kornél namens Winterreise, das durch Schuberts Musik inspiriert wurde. Bella Mátés neustes Stück, A tavasz ébredése (das Frühlingserwachen) und auch die vierte Oper von Balassa Sándor, Földindulás, wird im Rahmen des Festivals aufgeführt.

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Das CAFe hat die innovativsten Künstler der heutigen Zeit zu Gast.  Im Pester Vigadó wird das Diotima Streichquartett spielen, im Bálna tritt das Ensemble Geneamus (Bécs-Budapest) auf, und es beehrt uns auch der Fahnenträger der modernen polnischen Musik, das Lutos?awski Quartett.

 

Auch die Fans der Unterhaltungsmusik kommen am CAFe nicht zu Kurz. Auf dem Konzert von Jonny Greenwood und dem London Contemporary Orchestra sind die eigenen Kompositionen des Frontmanns von Radiohead zu hören. Pink Martini kombiniert lateinamerikanische Musik mit Jazz und der König des Gyspy-Swing Django Lassi wird die Stimmung ziemlich einheizen. Einer der vielseitigsten Musiker seines Genres, David Murray wird mit dem Infinity Quartet und dem Rapper, Dichter und Redner Saul Williams die Herzen der Jazzliebhaber höher schlagen lassen. John Pizzarelli wird das Publikum mit seinem virtuosen Gesang verzaubern, während Hauschka, gemeinsam mit dem finnischen Drummer von Múm, Samuli Kosminen das Programm mit elektronischen Klängen bereichert. OUM entführt das Publikum im Bálna mit seinem neusten Album in die zauberhafte Welt der Wüste. Beim Rájátszás sammeln sich Vertreter der ungarischen Literatur- und Musiklandschaft für einen spannenden gemeinsamen musikalischen Abend. In der Darbietung von Orgonamátrix werden traditionelle Instrumente mit der neusten digitalen Technik vereint. Das CAFe Budapest präsentiert die neuste Show des Recirquel Újcirkusz Ensemble, das Non Solus. Mit der Produktion PUSH wird die dänische Black Box Dance Company begeistern und das Philippe Saire Ensemble zeigt Black Out, eine Produktion mit außergewöhnlicher Raumgestaltung.

 

Neben den musikalischen Darbietungen gibt es zahlreiche Ausstellungen: unter anderem Ludwig Goes Pop im Ludwig Museum, die die bisher größte Pop Art Ausstellung Ungarns sein wird, mit Werken von Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg oder Andy Warhol. Im Bálna erwartet alle Interessenten das „100 szóban Budapest”  (Budapest in 100 Worten), wie auch der Tag der ungarischen Malerei.

 

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