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    Bild: Ammit Jack / Text: Rafaela Khodai

Diese verrückte Droge ist in Peru ganz legal

Wundermedizin oder doch nur gewöhnliches Rauschmittel? Um die uralte Droge Ayahuasca ranken sich jede Menge Mythen

Wer diese Droge probiert hat, erzählt irre Geschichten: Von Halluzinationen über eine Umgebung, die in grellen Farben leuchtet. Von durch die Luft fliegenden geometrischen Figuren, Horrorversionen und Nahtoderfahrungen. Aber dennoch reisen mehr und mehr Touristen in den peruanischen Regenwald, um die uralte Wunderdroge Ayahuasca auszuprobieren.

 

Altes Heilmittel

Ursprünglich stammt diese von den indigenen Völkern, die im Amazonas-Regenwald lebten, und soll Menschen helfen, Klarheit über ihr Dasein, ihre Ängste und Wünsche zu bekommen. Ayahuasca-Trips dauern üblicherweise 4 bis 8 Stunden und werden für gewöhnlich von einem Schamanen begleitet. Angeblich kann ein Ayahuasca-Trip dabei helfen, Suchterkrankungen zu besiegen und psychische Probleme zu lösen – allerdings nur, wenn den Betroffenen nach der Drogenerfahrung genug Zeit gegeben wird, das Gesehene und Erlebte auch richtig zu verarbeiten.

 

Liane der Toten

Die Droge Ayahuasca, die den Stoff DMT enthält, ist in den meisten Ländern verboten. Sie wird aus einer Pflanze, der „Liane der Toten“ gewonnen und von kundigen Schamanen gemeinsam mit anderen Kräutern zu dem legendären Trank zusammengebraut. Weil die Zusammensetzung und die Dosierung der einzelnen Inhaltsstoffe stark variiert, ist es es so gut wie unmöglich, vorauszusagen, wie stark das zu konsumierende Gebräu ist. Bekannt ist die Droge vor allem in Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Ecuador.

 

Reinigung von innen

Üblicherweise geht der Konsum von Ayahuasca mit starker Übelkeit einher – Erbrechen ist sogar erwünscht und wird als „Reinigung“ gesehen. Nach dem Drogentrip fallen die meisten Leute in einen langen, tiefen Schlaf.

 

Ayahuasca-Wellness

Wer einen Ayahuasca-Trip erleben will, sollte sich unbedingt in die Hände eines kundigen Schamanen begeben, der während des Drogentrips als Ansprechpartner fungiert. Mittlerweile gibt es in zahlreiche Ayahuasca-Retreats, z.B. Etnikas, in denen Übernachtung, Essen und der Trip als Paket gebucht werden können; oft ist dabei sogar mehr als ein Ayahuasca-Rausch inklusive. Achtung: Wenn du ein Ayahuasca-Retreat buchen willst, achte auf jeden Fall darauf, das bei einem angesehenen Anbieter zu tun. In den letzten Jahren ist es häufiger zu Fällen gekommen, bei denen Touristen unter Ayahuasca-Einfluss beraubt und hilflos zurückgelassen wurden.    

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