Im Affentempo durch den Dschungel Costa Ricas - ichreise

„Lasst Euch einfach rollen und genießt die Aussicht …“ Glücksschreie hallen durch den Nebelwald Costa Ricas!

Mit Schutzhelmen und Klettergurten auf einer kleinen Metallplattform in einer rund zehn Meter hoch gelegenen Baumkrone im Nebelwald von Costa Rica startet das Abenteuer. Der Vulkan Rincón de la Vieja ist nicht weit entfernt. Ein Loch in der Botanik gibt den Blick auf eine tiefe Schlucht frei, über die zwei Stahlseile gespannt sind. Alles ist still, man hört nur die aufmunternden Schreie der Vögel und die Stimme des Guide, der zu Euch sagt:“ Lasst Euch einfach rollen, genießt den Ausblick und bremst erst kurz vor dem Ziel mit dem Lederhandschuh.“

Mit leichtem Schwung geht es aus dem Blätterdach hinaus ins Freie. Unter Euch reißt die Schlucht auf, überall dichte Pflanzen, der Boden irgendwo darunter. Die Passage ist 400 Meter lang, auf der Hälfte des Weges taucht ein Bach im Tal auf. Die Fahrt wird immer schneller und Adrenalin schießt durch Eure Körper. Glückschreie hallen durch den Nebelwald. Die wilde Fahrt dauert nur wenige Sekunden, doch sie bleibt noch lange in Erinnerung. Und es war erst die erste Etappe …

 

Wie Tarzan und Jane

Nach zehn Traversen erwartet Euch die “Tarzan-Schaukel”: ein 13 Meter langes Seil, an dem man zwischen den Baumkronen hin- und herpendeln kann, wie Tarzan und Jane. Weiter geht es über Hängebrücken. Jetzt ist Stille angesagt, um die in den Baumkronen lebenden Tiere nicht zu verschrecken. Schillernde Tukane, krächzende Aras und schwarze Truthähne zeigen sich in ihrem gewohnten Lebensraum unbeeindruckt von den fremden Besuchern. Überall Vögel und Schmetterlinge. 

 

Die Wälder als natürliche Touristenattraktion 

Es gibt in Costa Rica rund 100 Canopy-Anlagen für Touristen, sie sind zwischen sieben und 70 Jahren alt. Canopy heißt Baumkrone. Während die einheimischen Bauern zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den 80er-Jahren insgesamt ein Drittel der Wälder des Landes in Weiden für ihre Kühe abholzten, sehen sie heute in den Wäldern einen natürlichen Schatz, der unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen natürlichen Lebensraum bietet und so Touristen anzieht. Ein Teil der touristischen Einnahmen fließt in Nachhaltigkeits- und Aufforstungsprojekte. Mittlerweile steht rund ein Viertel der Landfläche Costa Ricas unter Naturschutz.

 

Wichtige Infos zu Costa Rica …

Anreise: Einige Fluggesellschaften bieten Flüge ab Wien an, zum Beispiel Austrian Airlines, Condor und Air France.

Einreise: Als Touristen dürft Ihr Euch bis zu 90 Tage in Costa Rica aufhalten. Der Reisepass muss allerdings noch mindestens sechs Monate gültig sein. Bei der Ausreise ist eine Gebühr von 29 Dollar (rund 26 Euro) zu entrichten.

Reisezeit: In der Trockenzeit von Dezember bis April gibt es am Pazifik nur wenig Niederschläge, während es in der Regenzeit von Mai bis November täglich einige Stunden Regen möglich ist. An der Karibikküste ist es umgekehrt. Die Temperaturen liegen im Tiefland das ganze Jahr über zwischen 28 und 40 Grad, im Hochland oberhalb von 1500 Metern sind es zwischen 5 und 20 Grad.

Geld: Ihr könnt in Costa Rica nahezu überall mit Dollar bezahlen, aber auch in die Landeswährung Colón umtauschen. Hotels und Geschäfte akzeptieren alle gängigen Kreditkarten.