FlyNiki fliegt nicht mehr: Was du wissen musst - ichreise

Die Air-Berlin-Tochter Niki hat Insolvenz angemeldet und musste den Flugbetrieb bereits einstellen. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Nachdem die Lufthansa Group ihr Übernahmeangebot aus wettbewerbsrechtlichen Gründen tatsächlich zurückziehen musste, hat die österreichische Billig-Airline Mitte Dezember Insolvenz angemeldet. Seit 14. Dezember wurde nun auch der Flugbetrieb eingestellt – die 21 Flugzeuge von FlyNiki bleiben kurz vor Weihnachten am Boden. Sämtliche Flugpläne sind nicht mehr gültig und es können keine Tickets mehr gebucht werden.

 

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Tausende Passagiere sind betroffen

Durch die komplette Einstellung des Flugbetriebes sind rund 400.000 Passagiere betroffen. Tausende Menschen sind im Ausland gestrandet. Laut der Airline FlyNiki werden für die Flüge, die direkt bei Niki gebucht wurden, durch andere Fluggesellschaften Rückholaktionen gegen ein geringes Entgelt aus dem Ausland nach Österreich, Deutschland und die Schweiz organisiert.

 

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So kommst du kostenlos zurück nach Hause

Die Fluggesellschaft Condor hat kürzlich angeboten, im Ausland gestrandete Passagiere sogar kostenlos zurück nach Hause zu fliegen, sofern es in den Flugzeugen noch freie Plätze gibt (Standby-Basis). Infos dazu gibt es an den jeweiligen Check-in-Schaltern an den Flughäfen oder hier. Weitere Airlines, wie zB Eurowings, Germania, Tuifly und Lufthansa bieten Tickets zu Sonderkonditionen an.

 

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Du hast auch ein Niki-Ticket?

Solltest du noch ein Ticket von FlyNiki für die nächsten Wochen oder Monate haben, dann musst du jedenfalls nicht mit Mehrkosten rechnen, sofern du den Flug über eine Pauschalreise gebucht hast. Denn rechtlich gesehen ist hier der Reiseveranstalter für die Beförderung zuständig und muss diese gewährleisten. Sie sind in Fällen einer Insolvenz von Fluggesellschaften versichert.

 

 

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Entschädigung für restliche Passagiere

Wer sein Ticket allerdings direkt bei der Airline FlyNiki oder bei Onlineportalen wie Opodo.de oder Expedia.at gebucht hat, für den sieht es womöglich nicht so rosig aus, warnen Rechtsexperten. Allerdings will die Insolvenzverwaltung dafür Sorge tragen, dass der Großteil der Menschen den vollen Betrag rückerstattet bekommt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Passagiere die eigenständig gebucht haben und im Ausland sitzen, sollten sich also bei den teilnehmenden Fluggesellschaften nach kostengünstigen Tickets erkundigen, um in jedem Fall aus dem Urlaub nach Hause zu kommen.