Unterwegs mit dem Caravan: So machst du alles richtig - ichreise

Eine Reise mit dem Caravan ist die Luxusvariante bei den Campingreisen. Man ist mobil und flexibel

Wie belade ich richtig, wie reagiere ich bei plötzlichem Seitenwind, welche Geschwindigkeiten sind erlaubt? Die wichtigsten Tipps für eine sichere Fahrt mit deinem Caravan.

In der Urlaubszeit vergrößert sich auf den Autobahnen die Dichte von Caravans und Reisemobilen zusehends. Damit diese während der Ferienfahrt nicht ins Wanken geraten, empfehlen Sicherheitsexperten, beim Beladen den Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Schwere Gegenstände sollten in Bodennähe im Bereich der Achsen deponiert und das Gewicht gleichmäßig auf linke und rechte Seite verteilt werden. Idealerweise sollten auch rutschfeste Unterlagen und Zurrseile zur Ladungssicherung und als Schutz vor unerwünschtem Pendeln oder gar Wegbrechen des Fahrzeugs verwendet werden. Keinesfalls solltest du im Heck schwer beladen, weil dadurch bei frontgetriebenen Fahrzeugen die Vorderachse entlastet und die Traktion verschlechtert bzw. bei Anhängern die Stützlast beeinflusst wird. Leichtes Gepäck hingegen darf auch weiter oben, beispielsweise in Hochschränken, verstaut werden.

Abgesehen von den Gedanken die du dir über die Ladungssicherung machen solltest, kommt anschließend noch eine weitere Hürde auf dich zu. Jedenfalls, wenn du sonst gewohnt bist PKW zu fahren.

Den Caravan richtig lenken

Wegen des hohen Schwerpunktes sollte man lieber etwas langsamer in die Kurven gehen und grundsätzlich weiche Spur- und Richtungswechsel vornehmen, um Instabilitäten, Wank- oder gar Kippneigungen zu unterdrücken. Zudem kann Seitenwind gefährlich werden – vor allem auf Brücken und beim Überholen von Lkws – da sie das Fahrzeug oder den Wohnwagen unerwartet stark versetzen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfiehlt sich vor der Saison ein Fahrsicherheitstrainings mit dem Urlaubsgefährt.

Welche Geschwindigkeiten sind zulässig?

Moderne Caravan-Kombinationen dürfen auf Autobahnen und Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen mit 100 km/h unterwegs sein. Für ältere Gespanne gilt in der Regel ein Tempolimit von 80 km/h. Um in den Tempo-100-Genuss zu kommen, sind auch alte Caravans der Baujahre vor 1990 entsprechend nachrüstbar. Mit einer amtlich anerkannten Bestätigung gibt es dann eine offizielle Bescheinigung, die nur für den betreffenden Anhänger gilt und mit den Kfz-Papieren mitzuführen ist – ebenso wie eine Tempo-100-Plakette, die am Heck des Wohnwagens anzubringen ist. Reisemobile bis 3,5 Tonnen dürfen außerhalb des Ortsgebietes 100 km/h fahren, auf Autobahnen gilt die allgemeine Richtgeschwindigkeit für Pkw von 130 km/h. Reisemobile über 3,5 t sind außerhalb des Ortsgebiets auf Tempo 80 und auf Autobahnen auf Tempo 100 beschränkt.

 

Mehr Infos und Tipps: ÖAMTC-Fahrtechnik oder im Caravaning-Ratgeber des GTÜ 

 

Wenn du lieber ohne Caravan unterwegs bist und das gute alte Zelten bevorzugst, haben wir hier ein paar tolle Orte für Camping in Niederösterreich für dich.