Implantierter Chip statt Bordkarte - ichreise

In Zukunft können Boardkarten durch einen in die Haut implantierten Speicherchip ersetzt werden.

Near Field Communication heißt die revolutionäre Technik, die das Fliegen in Zukunft gänzlich ändern könnte.

Anstatt einer normalen Bordkarte oder dem Handyticket können Passagieren in Zukunft mit implantierten Speicherchips boarden. 

So soll das Reisen schneller und sicherer werden. Einen unschlagbaren Vorteil hat das ganze: Die Bordkarte kann nie wieder verloren gehen.

Zukunft ist schon real

Wie “Die Welt” berichtet, gab es bereits den ersten Testlauf. Der skandinavische Technologie-Berater Andreas Sjöström reiste bereits mit einem, ihm implantierten Chip, von Stockholm in die französische Hauptstadt Paris. 

Im Interview mit “Der Welt” erklärt der Cyborg-Passagier, das ihm die bereits in Smartphones vorhandene Technologie zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert wurde. Aktuell gibt es diese NFC-Lösung sonst nur als Aufkleber für die Geldbörse von Goldstatus Vielfliegern der SAS

Datenübermittlung via Magnetfeld

Bei seinem Test waren seine Kundennummer und die Infos des Boarding Pass auf dem NFC-Chip gespeichert. Dieser wird mittels Magnetfeld an NFC – Lesegeräte übermittelt. Sjöström betont, dass das Implantat für den Menschen ungefährlich sei und ausschließlich an Standorten funktioniert, die mit NFC-Lesern ausgestattet sind. Aktuell sind das die größeren Standorte der SAS, wie Stockholm-Arlanda. 

Sein Fazit fällt nach dem Test jedoch negativ aus. Eigentlich sind NFC-Chips nämlich nicht zur Implantation vorgesehen. Weiterhin ist der Bedarf aktuell nicht gegeben. Andreas Sjöström ist aber sicher, dass implantierbare Module in Zukunft die Reisebranche intelligenter machen. Denkbar wären z.B Echtzeit-Übersetzer für Fremdsprachen. Bis dahin gibt es noch Aufkleber und das gute alte Ticket auf Papier.