Spanier kassieren bei dreisten Strandbesetzern ab - ichreise

Schluss mit Sonnenschirmen als Platzhalter an Spaniens Stränden: Bis zu 720 Euro Strafe erwarten unverschämte Strandplatz-Reservierer.

In den vergangenen Tagen hatte bereits Italien für Schlagzeilen gesorgt: Wer vor Beginn der offiziellen Badezeit um 8.30 Uhr sein Strandmobiliar am Ufer aufbaut, muss ab sofort mit Konfiszierung und 200 Euro Bußgeld rechnen.

Jetzt will auch Spanien bei Strandplatz-Reservierern härter durchgreifen und droht mit noch höheren Strafen als Italien: Wer dabei erwischt wird, im Morgengrauen den besten Fleck zu reservieren, muss mit Strafen bis zu 720 Euro rechnen.  

Spanien-Urlauber sollten es sich daher ernsthaft überlegen, ob sie sich in den frühen Morgenstunden einen Platz mit einem Schirm samt Liege und Handtuch reservieren. Die Strandutensilien könnten ganz schnell wieder weg und konfisziert sein. Nach Bericht der Zeitung “El País” haben es viele Behörden satt, dass Touristen an freien Stränden die besten Plätze in den ersten Reihen reservierten, aber erst nach Stunden ans Meer zurückkehrten.

Daher sind ab sofort Verordnungen in Kraft, die neben Geldstrafen auch die Konfiszierung von Sonnenschirm und Co. vorsehen: “Wir haben uns entschieden, einen Schritt weiter zu gehen und die lokale Polizei angewiesen, Gegenstände zu entfernen, die ab dem frühen Morgen einen öffentlichen Ort besetzen und ihn so zu einem privaten Ort machen”, so José Manuel Prieto von der Stadtverwaltung in Gandia bei Valencia im Gespräch mit El Pais. 

Die spanische Kleinstadt, die im Sommer von 75.000 auf rund 300.000 Menschen anwächst, ist nur einer von vielen spanischen Badeorten, die solche Vorschriften eingeführt haben.

Übrigens hat laut Zeitungsbericht allein die Ankündigung der verschärften Regeln die verwaisten Sonnenschirme in Gandia verschwinden lassen. Eine Geldstrafe von 720 und die Beschlagnahmung der gesamten Strandausrüstung dürfte für manche Urlauber doch abschreckend genug sein.