Diese Insel wird auch "Friedhof des Atlantiks" genannt

Sable Island ist eine kleine kanadische Insel und ein wunderschönes Naturparadies. Sie liegt rund 170km vom Festland entfernt. Was sie so einzigartig macht und welche tragische Geschichte dahinter steckt, erfährst du hier.

Mit einer Länge von rund 42 Kilometern und einer maximalen Breite von 2 Kilometern hat Sable Island eine ganz besondere Form. Auf Luftaufnahmen sieht die kanadische Insel tatsächlich ein bisschen wie ein großer Säbel aus. Sie gehört zur Provinz Nova Scotia und liegt rund 170 Kilometer vom Festland entfernt. Die Insel wird auch heute noch „der Friedhof des Atlantiks“ genannt, was sie ihrer tragischen Vergangenheit zu verdanken hat.

Eine Insel als gefährliches Hindernis

Sable Island ist einer der abgelegendsten Orte Kanadas. Sie liegt so nahe an den transatlantischen Schifffahrtsrouten, dass sie in der Vergangenheit immer wieder zu einem gefährlichen Hindernis für Seefahrer wurde. Der Grund dafür ist u.a. der Nebel, der den Seeleuten die meiste Zeit des Jahres die Sicht nahm. Tausende Menschen erlitten Schiffbruch und verunglückten in den Gewässern vor Sable Island, weshalb sie noch heute zu den bekanntesten Schiffsfriedhöfen zählt.

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Seefahrer waren den Naturgewalten ausgesetzt

Zusätzlich zum hartnäckigen Nebel waren auch die vielen Stürme und die starken Strömungen ein Grund für die unzähligen Schiffbrüche. Und die Einwohner mussten meistens hilflos zusehen. Um den Überlebenden dennoch zu helfen, wurden auf Sable Island Stationen eingerichtet, um diese mit Nahrung, Decken und lebensrettenden Utensilien zu versorgen. Dank der modernen Navigationstechnik ist die Anzahl an Schiffsunglücken vor der Insel jedoch zurückgegangen.

Sable Island, das Naturparadies

Auf dem entlegenen Eiland trifft man nur sehr selten Menschen an. Da die Insel mittlerweile ein Naturschutzgebiet ist, leben dort ausschließlich Forscher und Wissenschaftler. Das absolute Highlight sind jedoch die Sable Island Ponys, eine sehr selten Pferderasse. Auf der Insel leben rund 400 dieser Wildpferde. Sie wurden im 18. Jahrhundert von US-Amerikanern dorthin gebracht, als diese versuchten, Sabel Island zu besiedeln. Durch Isolation und natürliche Auslese haben sie sich über längere Zeit auf der Insel entwickelt.

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Strenge Regeln für Touristen

Wer diesen einzigartigen Ort einmal besuchen möchte und die wilden Ponys der Insel hautnah erleben will, der braucht eine Genehmigung. Touristen können diese jedoch ganz einfach bei der kanadischen Regierungsbehörde Parks Canada erhalten, sobald sie an einem Orientierungskurs teilgenommen haben. Dann kann es auch schon losgehen. Je nach Wetterlage wirst du mit dem Flugzeug oder dem Boot auf die Insel gebracht. Der gut organisierte Tagesausflug wird mit Sicherheit zum besonderen Erlebnis.

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